Wie finde ich zwischen 100000 Ideen die eine Business-Idee?

Sie sagen, du musst dich nicht entscheiden, wenn du ein Scanner bist. Sie sagen, fang einfach an. Aber wie soll das gehen? Mit 100000 Ideen im Kopf habe ich gar nicht die Zeit, alle umzusetzen. Noch dazu will ich gar nicht alle Ideen selbst von Anfang bis Ende umsetzen. Oftmals reicht es mir, eine Idee auf dem Papier zu entwickeln. Dann ist sie raus aus meinem Kopf, blockiert mich nicht mehr und macht Platz für Neues. Doch woher weiß ich, welche Idee für den Moment nur raus will und welche im Anschluss mehr Aufmerksamkeit benötigt? Ich muss mich also doch entscheiden. Aber wie?

Ideen mit dem Verstand sortieren?

In diesem Fall ist zu analysieren, welche Idee den größten Profit bringt. Hinter welcher verstecken sich die meisten zahlenden Kunden. Welche kann ich mit meinen Fähigkeiten sowie wenig Aufwand und geringen Investitionen umsetzen. Zahlen, Daten, Fakten. Ob ich nach der Analyse mit der Entscheidung zufrieden bin, steht in den Sternen. Was, wenn ich mich falsch entschieden habe? Wenn die Idee ihren ersten Reiz verloren hat? Quäle ich mich dann trotzdem bis zum Ende durch?

Stattdessen Ideen nach Gefühl auswählen?

Mit welcher Idee fühle ich mich gut? Ganz aus dem Bauch heraus. Welche Idee fühlt sich für den Moment richtig an? Zu welcher zieht es mich hin? Wenn ich mich auf genau diese konzentriere, kann doch nur etwas Gutes rauskommen, oder? Die Energie fließt. Die Aufgabe erledigt sich quasi von alleine. Das Wort Arbeit kommt mir gar nicht in den Sinn, weil es einfach Spaß macht. Die Kunden werden dann schon von ganz alleine kommen, oder?

Verstand vs. Gefühl: Wie habe ich mich bisher entschieden?

Jedes Vorgehen für sich scheint unvollständig zu sein. Das eine kommt ohne das andere schlecht aus. Es muss wohl eine Mischung her. Lasst uns einen Blick auf die letzten Monate zurück werfen. Auf welcher Basis habe ich mich für meine Ideen entschieden?

Turbulent ging es zu. Die Wohnungszelte waren in Süddeutschland zum Jahreswechsel abgebrochen und im Norden Deutschlands aufgestellt, während die Arbeitszelte noch im Süden standen – wenn auch mit norddeutschem Homeoffice. Eine gleichwertige Arbeit im Norden sollte (oder wollte) sich nicht finden lassen. Es flossen viele Tränen. Der Verstand bremste das Gefühl immer wieder aus. Du kannst einen sicheren Job nicht aufgeben, ohne einen neuen gefunden zu haben. Doch schlussendlich nutzte ich einen starken Moment und entschied mich für die Kündigung des sicheren Jobs als Softwareentwicklerin – weil es sich gut anfühlte.

Nun durfte der Verstand auf Hochtouren arbeiten. Die Entscheidung war getroffen und somit die nächsten Schritte eindeutig und einfach abzuarbeiten. Es folgte ein Corona-Abschied von dreizehn Jahren Arbeit und das Ankommen in der Arbeitslosigkeit.

Der Gedankenkobold

Parallel gab es so einige Inputs von außen. Die Idee der Selbstständigkeit lag schon eine Weile in der Luft. Doch gleichzeitig stellte mir der Gedankenkobold Hürden über Hürden in den Weg. Du bist zu schüchtern. Die Ideen bringen kein Geld. Du kannst alles nur ein bisschen, nichts so richtig. Du musst erst sichtbar werden.

Andererseits lenkte er meinen Blick auch auf ganz tolle Frauen, die scheinbar einfach ihr Ding machen und mir zeigen, wie es gehen kann. Da waren:

Bei jeder konnte ich mein Wissen um einiges erweitern:

  • bei Anke: Freewriting, um die erste Idee schnell herunter zu tippen.
  • bei Julia: Wie möchtest du dich am Ende des Tages fühlen? Die Identität – wer bin ich?
  • bei Marlis: Es darf leicht sein. Verwirrte Köpfe (ver-)kaufen nicht.
  • bei Janneke: Die Basics des Bloggens.
  • bei Judith: Ich darf das bloggen, worauf ich Lust habe.

Und ganz nebenbei lernte ich auch mich besser kennen. Es ist gut, dass ich 100000 Ideen habe. Ich darf alle Ideen, die sich gut anfühlen, in Angriff nehmen. Ich muss nicht jede Idee zu Geld machen. Ich darf mir Zeit für mich nehmen, wenn ich sie brauche – und aktuell brauche ich davon scheinbar etwas mehr. Das bedeutet aber auch, dass es mit Blick auf mein Business langsamer vorwärts geht als anfangs gehofft – aber auch das ist gut so, denn alles braucht seine Zeit.

Verstand vs. Gefühl: Wie finde ich die eine Business-Idee?

Ich folge vermehrt dem Gefühl, um mit Leichtigkeit ins Handeln zu kommen. Um den Ideen ihren Freiraum zu geben. Um den Kopf frei zu bekommen. Die 100000 Ideen, die nun vor mir liegen, kann ich mit Hilfe des Verstandes sortieren. Ihnen eine Struktur geben. Zusammen bringen, was zusammen gehört. Über die Zeit wird so ein riesiges Netz entstehen, in dem jede noch so scheinbar unbedeutende Idee ihren Platz finden wird.

Die erste Herausforderung, um hieraus mein Business wachsen zu lassen, ist die Sichtbarkeit: Mir erlauben, die Ideen zu Papier zu bringen, und sie mit anderen zu teilen. Starten wir also gemeinsam das große scheinbar unbedeutende Business-Abenteuer.

Was du über mich wissen solltest

über maria lohmann

Du möchtest mehr über mich wissen? Du bist neugierig, wer ich bin? Dann bist du hier genau richtig 🙂

  1. Bei meiner Geburt hatte ich es super eilig. In weniger als vier Stunden war ich da – inklusive das einzige Telefon im Dorf aufsuchen und halber Stunde Fahrt im Krankenwagen bei Schneegestöber ins Greifswalder Krankenhaus. Seitdem lasse ich es lieber ruhig angehen.
  2. Bisher nennt mich nur meine Schwester Miekchen.
  3. Auf einer Treppe fange ich früher oder später an, die Stufen zu zählen.
  4. Um mich herum brauche ich viel frei Fläche. Deswegen war der Frühstückstisch als Kind schon nur einseitig gedeckt.
  5. Auch Berge um mich herum schränken meine Sicht ein, engen mich ein. Wie schön, dass ich auf dem platten Land lebe.
  6. Wenn ich Ameisen und andere Insekten beobachte, kann ich so richtig entspannen.
  7. Ich muss mich stark zurückhalten, schief hängende Bilder in fremden Wohnungen nicht gerade zu rücken.
  8. Ich finde immer Zutaten, um spontan Eier- bzw. Pfannkuchen zu braten.
  9. Mein linker Fuß ist einen Zentimeter größer als der Rechte. Wie soll man da die passenden Schuhe finden?
  10. Vertrieben aus Hinterpommern und Schlesien: Drei meiner Großeltern mussten mit ihren Familien zum Ende des Zweiten Weltkriegs ihre Heimat verlassen.
  11. In einem Österreich-Urlaub geriet mein Bein in die Fänge eines Kuhgitters. Bis zum Knie steckte ich fest. Dank eines vorbei fahrenden Autofahrers und Zeitungspapier konnte ich wieder befreit werden.
  12. Mit meinem Autokennzeichen begrüße ich jeden Verkehrsteilnehmer:
    H(a)L-LO.
  13. Ich bade super gerne in der Ostsee, brauche aber gefühlte Ewigkeiten bis ich endlich drin bin.
  14. Die meisten Friseure sind überrascht, wenn ich ihnen erzähle, dass ich bei meinen Locken nachgeholfen habe.
  15. Kaum habe ich die Lautstärke des Autoradios leiser gedreht, dreht mein Mann sie wieder auf.
  16. Beim Rückwärtsfahren drehe ich die Musik noch leiser.
  17. Aber meine Lieblingsmusik kann ich ganz laut hören.
  18. Schon als Teenie habe ich meine Zimmerwände mit Hasencomics, Schnecken und Bäumen bemalt.
  19. Ich habe ein Händchen fürs Gemüsegärtnern auf Balkon und Dachterrasse.
  20. Weil ich einem älteren Pärchen zu viel Platz machte, bin ich mit dem Fahrrad über einen abgesenkten Bordstein gestürzt. Zurück bleibt eine sternförmige Narbe an der linken Augenbraue.
  21. Im Garten von Oma und Opa schaukelte ich so hoch, dass ich mit den Füßen den Ast im Baum erreichte.
  22. Besteht ein Geschenk aus mehreren Teilen, packe ich jedes einzelne ein. So hat der Beschenkte schon beim Auspacken Freude.
  23. Grad ist meine absolute Wohlfühltemperatur. Wehe es wird ein halbes Grad kühler. Dann muss ich sofort eine Decke herausholen – egal zu welcher Jahreszeit.
  24. Manchmal denke ich einfach so auf Englisch.
  25. Kennt ihr Springkraut? Wie gern haben meine Schwester und ich es bei Waldspaziergängen mit Oma und Opa springen lassen 😁
  26. Ich shoppe lieber Bücher und Wissen als Klamotten.