Erstelle dein individuelles Ideenbuch

100000 Ideen brauchen Platz. Viel Platz. Doch nicht jede von ihnen füllt ein ganzes Buch. Trotzdem kaufen wir schnell ein neues Notizbuch für eine neue Idee. Denn vielleicht wird gerade diese eine Idee etwas ganz Großes – oder das Notizbuch ist einfach nur so schön. Mit der Zeit stapeln sich die Notizbücher in unserem Haushalt. Hier sind drei Seiten beschrieben. Dort sogar zwanzig. In dem Dritten noch gar keine. Mal kariert, mal liniert, gepunktet oder einfach nur weiße Blätter. Aber in welchem habe ich letztens meine Idee festgehalten? Und steht der Rest zu diesem Thema auch dort, ohne dass ich lange blättern muss? Wahrscheinlich nicht.

Um diesem Dilemma der ewigen Suche aus dem Weg zu gehen, habe ich mir mein ganz individuelles Ideenbuch gebastelt. So kann ich jeder Idee genau so viel Raum geben, wie sie braucht. Der einzig feste Bestandteil ist der Buchdeckel und sollte deswegen aus dickerem Papier bestehen. Das Innenleben hingegen kann ich beliebig erweitern, aus-und umsortieren. Wie ich das mache? Sieh dir die folgenden Schritte an.

Dauer: ca. 1 Stunde

Das brauchst du:

  • 5 Blatt A4-Papier der Stärke 160g/m2 für den Buchdeckel
    • 2 Blatt für die Außenseite (hier lila)
    • 2 Blatt für die Innenseite (hier creme)
    • 1 Blatt für den Buchrücken (hier creme)
  • Häkelgarn für Nadelstärke 2 bis 2,5
  • 1 Schere
  • Optional:
    • 4 Buchecken
    • 1 Eckenzange
  • für das Innenleben z.B. 3 Blatt Kopierpapier der Stärke 80g/m2

Das Ideenbuch hat am Ende die Größe A5.

Schritt 1: äußere Blätter für den Buchdeckel zuschneiden

Lege die zwei Blätter hochkant vor dir auf den Tisch, die für die Außenseite deines Ideenbuches bestimmt sind. Schneide sie auf 15 cm Breite zu.

Schritt 2: Buchdeckel zusammenfalten

Lege eine Außen- und eine Innenseite im rechten Winkel mittig übereinander und klappe die überstehenden Enden jeweils um. Füge die beiden Seiten anschließend wie abgebildet zusammen.

Wiederhole diesen Schritt mit dem zweiten Paar Außen- und Innenseite.

Schritt 3: Buchrücken und Cover zusammenfügen

Schiebe das Blatt für den Buchrücken wie abgebildet in den vorderen Buchdeckel bis zum Ende hinein.

Optional: Buchecken befestigen

Befestige die Buchecken an den Ecken, die später nicht am Rücken des Buches liegen. Das eingeschobene Blatt für den Buchrücken ist nun fest mit dem vorderen Buchdeckel verbunden.

Schritt 5: Buchrücken und hinteren Buchdeckel zusammenfügen

Schiebe die andere Seite des Buchrückenblatts in den hinteren Buchdeckel.

Schritt 6: Buchrücken mit Häkelgarn umwickeln

Umwickle den Buchrücken mit dem Häkelgarn so oft du möchtest. Fixiere es dabei nach der ersten und letzten Umrundung jeweils mit einem Doppelknoten. Führe den Faden nun wie abgebildet nach vorne und knote beide Enden zusammen.

Die Hülle deines Ideenbuches ist nun fertig 🙂

Tipp: Du kannst mit acht Umwicklungen beginnen. Da der Buchrücken im hinteren Buchdeckel flexibel ist, kannst du jederzeit den Rücken ein Stück herausziehen und diesen Schritt mit neuem Garn wiederholen.

Schritt 7: Innenleben befüllen

Falte drei Kopierblätter einmal in der Mitte auf A5-Größe zusammen, lege sie ineinander, sodass eine Art Heft entsteht, und ziehe dieses durch eine Garnumwicklung.

Du brauchst als nächstes einen Abschnitt mit kariertem Papier? Kein Problem. Falte dies auf A5-Größe zusammen und ziehe es durch die nächste Garnumwicklung.

Fertig 🙂

Deiner Kreativität bei der Auswahl des Papiers, der Reihenfolge und somit dem Aussehen deines Ideenbuches sind keine Grenzen gesetzt. Füge die unterschiedlichsten Inhalte in nur einem Buch zusammen. Und da keine Seite fest verbunden ist, kannst du sie jederzeit wieder herausnehmen und umsortieren.

Sieh deinem eigenen Buch beim Wachsen zu!

Warum ich es liebe, eine neue Idee zu entwickeln

Ideensammlung zu einer Geschichte: viele Zettel mit Text und Skizzen neben- und übereinander auf dem Fußboden

Eine neue Idee zu entwickeln braucht Zeit. Es startet mit einem kleinen Gedanken und endet hoffentlich mit etwas ganz Großem. Dabei hat jede Phase der Entwicklung ihren eigenen Reiz.

Phase 1: Die Idee startet im Kopf

Es startet scheinbar unbedeutend. Hier ein buntes Puzzleteil. Da ein Weiteres. Eine Woche später noch eines. Irgendwann macht es Klick: Die Teile gehören zusammen. Euphorie! Adrenalin! Ein Kribbeln! Im Kopf entsteht eine neue Idee. Sie drängt regelrecht nach draußen. Da spielt die Tageszeit keine Rolle. Morgens nach dem Aufwachen muss dann eben das Frühstück warten oder abends der Schlaf. Die Idee will, muss, darf raus. Sie möchte entwickelt werden!

Phase 2: Die Idee wird das erste Mal sichtbar

Kugelschreiber und Papier reichen meist aus, um die ersten Gedanken festzuhalten. Eine Skizze hier, ein paar Stichpunkte da, fertig. Innerhalb kürzester Zeit wird die Idee sichtbar. Der Anfang ist gemacht. Der Grundstein, die Basis für alles Weitere gelegt.

Phase 3: Die Idee wächst

Oftmals legt die Idee an dieser Stelle eine Pause ein. Es reicht, sie für den Moment festzuhalten, für später aufzubewahren. Sie darf sich nun ins Unterbewusstsein zurückziehen. Darf im Hintergrund weitere Puzzleteile sammeln. Bis es wieder Zeit ist, sich zu zeigen. Und keine Angst, dieser Zeitpunkt wird kommen. Schließlich möchte die Idee wachsen und weiterentwickelt werden. Und ich möchte ihr dabei zusehen.

Mit jedem Mal wird sie für mich anschaulicher, größer, greifbarer. Was als bloßer Gedanke nebenbei begann, entwickelt sich in meinem Kopf und auf dem Papier langsam zu etwas Großem. Ich bin überzeugt, dass es gut wird. Dass sich andere genauso darüber freuen wie ich.

Phase 4: Die Idee mit anderen Teilen

Die richtig guten Ideen bringen die Augen meines Gegenübers zum Leuchten und seinen Mund zum Lächeln. Dann weiß ich, ich bin auf dem richtig Weg. Wir kommen in den Austausch. Gemeinsam entwickeln wir die Idee weiter. Ein Tipp hier, ein Vorschlag da und schon ist die Idee wieder ein Stück größer geworden. Einer Umsetzung steht nichts mehr im Wege.

Manchmal Phase 5: Die Idee fallen lassen

Jedoch wird nicht jede Idee etwas ganz Großes. Bei einigen folgt auch die Erkenntnis, dass sie für den Moment schön zu entwickeln war, aber mehr auch nicht. Beim Teilen mit anderen gibt es keine Resonanz. Neue Puzzleteile sind nicht in Sicht. Die Idee wächst einfach nicht. Eine Umsetzung ist für den Moment ausgeschlossen. Die Idee muss fallen gelassen werden. Aber auch das hat etwas Gutes. Der Kopf ist wieder frei. Der Gedankenstau ist aufgelöst. Die nächste große Idee kann kommen.

12 von 12: Mein 12. August

Fazit des heutigen Tages: Es ist für mich gar nicht so einfach, zwölf Fotos an einem ganz normalen Alltagstag zusammenzubekommen. Früh morgens geht es noch. Doch kaum unterwegs, ist das Fotografieren vergessen. Und wenn es wieder einfällt, ist der Moment vorbei. Zum Glück hat es am Ende des Tages doch noch gereicht 🙂

rote Rosenblüten mit Morgentau
Eine der ersten Aktivitäten am Morgen: Ein Rundgang über die Dachterrasse. Die Feuchtigkeit der letzten Tage liegt noch in der Luft.

Müslischale und Löffel auf Tageszeitung
Frühstück und Tageszeitung dürfen natürlich nicht fehlen.

Halb ausgefülltes Binoxxo-Rätsel aus der Tageszeitung. Der rote Kugelschreiber liegt quer darüber.
Ein Muss: die Rätselseite. Heute leider ein wenig zu schwer für mich – oder der Zeitdruck zu groß. Um 10 Uhr steht die Identitätsprüfung beim Arbeitsamt an.

Ein Kofferraum voll mit Blumenerde und Pflanzen: Irische Glockenheide, Strauchveronika, Moorhexe, Liebesgras und Schneefelberich.
Und da es sich um ein Auto der Marke MINI-One handelt, passt auch wirklich nicht mehr rein.
Und wenn ich schon unterwegs bin, kann ich auch gleich einen Abstecher zum Gartencenter machen. Eigentlich wollte ich nur gucken. Aber hier hier gibt es so viele tolle Pflanzen! Also beschließe ich: Die Dachterrasse bekommt heute ein Update.

Auf der Dachterrasse stehen ein kleiner runder Tisch und ein Gartenstuhl vor Blumenkübeln mit Prunkbohnen. Auf dem Tisch steht ein Teller mit Eierkuchen (auch bekannt als Pfannkuchen).
Doch zuerst gibt es die restlichen Eierkuchen von gestern Abend.

Maria Lohmann sitzt auf einem Gartenstuhl auf ihrer Dachterrasse. Ihre Füße sind auf einem Gartenhocker hochgelegt. Auf ihren Beinen liegt ihr aufgeklappter Laptop auf einem Kniebrettchen.
Anschließend ein wenig „Papierkram“ …

Der aufgeklappte Laptop zeigt die Teilnehmer der Live-Fragerunde mit Judith Peters alias "Sympatexter".
… und plötzlich beginnt schon die TheBlogBang-Live-Fragerunde mit Judith „Sympatexter“ Peters.

Hecke, kleine Mauer und Straßenlaterne im Vordergrund. Dahinter sind die oberen Enden von Strandkörben zu entdecken. Dahinter die Lübecker Bucht.
Weil heute mal wieder ein richtiger Sommertag ist, machen mein Mann und ich noch eine Spritztour mit dem Cabrio nach Neustadt in Holstein. Zur Belohnung gibt es einen Blick auf die Lübecker Bucht. Dafür, dass wir quasi vor der Haustür Wohnung, ein viel zu seltener Anblick.

Eine Straße. Links stehen parkende Fahrzeuge. Rechts stehen Fahrzeuge im Stau.
Und keine 2 Minuten später, weiß ich auch warum: Stau zur Essensrushour am Abend.

Auf der Dachterrrasse stehen die eingekauften Pflanzen vor bereits vorhandenen Pflanzenkübeln.
Liebesgras und Irische Glockenheide im Vordergrund. Dahinter Moorhexe und Strauchveronika neben Salbei.
Deswegen haben es die Pflanzen heute nicht mehr in die Erde geschafft. Der Tag ging einfach viel zu schnell rum. Aber mit ein bisschen Wasser werden sie es bis morgen schon aushalten.

Giebelseite des Nachbarhauses von links unten bis dreiviertel-rechts-oben. Eine kleine Gaube ist im unteren linke Bereich zu sehen. Eine Antenne rechts oben. Blauer Abendhimmel mit leichten Schleierwolken füllt den Hintergrund.
Zum Abschluss des Tages ein Blick nach oben zum Nachbarshaus.

So, nun dachte ich, ich wäre fertig, zähle die Bilder noch einmal durch und stelle fest: Es sind nur 11! Es fehlt eins! Was mache ich denn nun? Panik. Wo bekomme ich ein zwölftes Bild her? Was ist noch erzählenswert? Vielleicht das hier:

Maria Lohmann auf der Dachterrasse. Zu sehen ist ihr Hinterkopf vor dem Laptop. Die blond gelockten Haare sind zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Die Arme nach oben gestreckt, um ein Selfie von hinten zu machen.
Mein erstes Selfie von hinten.

Meine 5 besten Tipps mit Unterbrechungen umzugehen

Gerade habe ich es mir auf der Dachterrasse gemütlich gemacht und möchte mit einem Brainstorming zu diesem Blogartikel anfangen. Thema: Meine 5 besten Tipps. Doch wozu? Mein Projektbuch liegt aufgeschlagen vor mir. Der Stift liegt schreibbereit in meiner Hand. Der erste Gedanke formt sich. Der Stift berührt das Papier. Das Telefon klingelt.

NEIN!

Mein Blick wechselt zwischen Projektbuch und Telefon hin und her. Soll ich wirklich rangehen? Habe ich es vielleicht einfach nicht gehört? Schaffe ich, es zu ignorieren? Nein, die Neugier siegt.

„Maria, kannst du mir helfen?“

Okay, der Moment ist endgültig vorbei. An Brainstormen ist nicht mehr zudenken. Eine andere Aufgabe ruft. Der Blogartikel muss warten.

Doch noch während ich an anderer Stelle helfe, formen sich die Gedanken. Ungeplante Unterbrechungen. Wie gehe ich damit um? Wie bleibe ich trotzdem fokussiert? Wie steige ich danach wieder ein?

Tipp 1: Akzeptiere die Unterbrechung

Manchmal sind andere Dinge einfach wichtiger oder dringender. Da hilft es auch nicht, sich krampfhaft an seinem Plan festzukrallen. Atme stattdessen lieber einmal tief durch und akzeptiere die Unterbrechung.

Tipp 2: Nimm dir Zeit für den Übergang

Mit jeder Unterbrechung findet ein Identitätswechsel statt. In meinem Fall von Bloggerin zu Helferin. Zwei grundverschiedene Aufgaben, die jeweils unterschiedliche Herausforderungen haben. Bevor du also auf Kommando alles stehen und liegen lässt, nimm dir Zeit, deine bisherige Aufgabe abzuschließen. Wo warst du gerade? Was sind die nächsten Schritte? Mach dir kurze Notizen, damit dir der Weidereinstieg zu späterer Zeit leichter fällt.

Und bevor es mit der neuen Aufgabe, der nächsten Identität weitergeht, noch einmal durchatmen und auch hier gedanklich darauf vorbereiten.

Tipp 3: Nutze die Unterbrechung für dich

Gerade wenn man sich am Anfang einer neuen Idee befindet, kann eine Unterbrechung auch helfen. Während die aktuelle Aufgabe eine komplett andere ist, arbeitet das Unterbewusstsein trotzdem an der neuen Idee. Hier und da kommt ein neuer Gedanke hinzu. Andere lösen sich auf. Das anfängliche Knäuel beginnt sich langsam zu entwirren. Und alles ohne aktiv darüber zu grübeln.

Tipp 4: Lass die Gedanken nach der Unterbrechung fließen

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da haben sich die Gedanken sortiert. Das kann nach einer halben Stunden sein, nach einem Tag, nach einer Woche. Es ist nun kein großes Brainstormen mehr nötig. Dein Unterbewusstsein hat diese Aufgabe während der Unterbrechung(en) für dich übernommen. Nimm dir Zeit, diese Gedanken zu (digitalem) Papier zu bringen. Lass es einfach fließen.

Tipp 5: Wähle leicht zugängliche Tools zum Sammeln und Sortieren deiner Gedanken

Damit du jederzeit deine Gedanken fließen lassen kannst, wähle Tools, auf die du jederzeit Zugriff hast. Achte darauf, dass sie zu deinen Themen passen und dir das Arbeiten so leicht wie möglich machen. Dabei sollte jedes Thema in nur einem Tool zu finden sein. So musst du für den Wiedereinstieg nach einer Unterbrechung nur an einem Ort suchen. Bei mir sieht das so aus:

  • Geht es um Ideen für Blogartikel, erstelle ich direkt einen neuen Artikel und speichere diesen als Entwurf. Mit der WordPress-App kann ich jederzeit neue Gedanken auch von unterwegs ergänzen.
  • Ideen für neue (Tier-)Geschichten wie Brunos Abenteuer halte ich in einem Trello-Board fest.
  • Die eigene Familiengeschichte vergrößert sich in meinem persönlichen Confluence-Bereich.
  • Und zu guter letzt steht auf meinem Nachttisch ein Notizzettelblock, auf dem ich die letzten Gedanken vor dem Einschlafen festhalte. Am nächsten Tag verteile ich diese in die entsprechenden Tools.