Den Fokus wiederfinden und im Blick behalten

Auf der Suche nach dem Fokus: Maria steht im Wald und schaut suchend nach links

Manchmal sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht. 100000 Ideen kreisen im Kopf. TODO-Listen entwickeln ihr Eigenleben. Was ist jetzt wichtiger? Die Adventskalendergeschichte fertig schreiben? Ideen für Illustrationen sammeln? Endlich eine Druckerei finden? Auf der anderen Seite möchte dieser Blog mit Leben gefüllt werden. Dazu gehört dann auch die Weiterverbreitung auf Social Media. Und dann ist da noch der sechzigste Geburtstag meiner Mutti in weniger als zwei Monaten. Mein Papa hat zu seinem Sechzigsten eine Geburtstagszeitung im Stil der SuperIllu bekommen. Das wollte ich jetzt eigentlich auch machen, nur auf Basis einer anderen Zeitschrift. Aber schaffe ich das alles? Bekomme ich alles unter einen Hut? Dazu der sträflich vernachlässigte Haushalt. HILFE!!! Wo fange ich an? Wie finde ich meinen Fokus wieder?

Zeitplan: Den Fokus wiederfinden

Bei so viel Wirrwarr im Kopf hilft nur eins: alle angefangenen Projekte bei Seite schieben, ein großes weißes, leeres Blatt ausbreiten – in meinem Fall eine übrig gebliebene Tapetenrolle – und einen Stift in die Hand nehmen. Die erste Linie wird ein Zeitstrahl. Von heute bis Mitte Dezember. Insgesamt drei Monate. Es folgt die Wocheneinteilung. Dazu das Datum. Das Grundgerüst steht.

Welche Termine stehen in diesem Zeitraum an? Advent, Muttis Geburtstag, die Online-Buchmesse. Ich trage alles ein, damit ich von hier aus rückwärst planen kann. Was muss wann fertig sein?

Wenn ich Brunos Abenteuer dieses Jahr wirklich noch als Adventskalender in den Händen halten möchte, muss er Ende Oktober fertig produziert sein. Entsprechend müssen Anfang Oktober die Geschichte und Illustrationen fertig sein. Parallel natürlich das Marketing nicht vergessen. Sportlich, aber noch machbar.

Für Muttis Geburtstagszeitung greife ich wohl lieber auf das SuperIllu-Layout zurück. Das ist vorhanden und spart somit einiges an Zeit. Für den Inhalt spanne ich einfach die Familie mehr ein. Die hatten letztes Mal auch schon so tolle Ideen. Und ich muss ja nicht alles alleine machen 😉

Bleibt dieser Blog. Jede Woche ein neuer Artikel? Ohne den „Gruppenzwang“ von The Blog Bang angeboten von Judith „Sympatexter“ Peters? Das wird bestimmt nicht einfach. Ein Thema zu finden, wird wohl weniger das Problem. Aber finde ich dann noch die Zeit zum Schreiben? Die Gefahr besteht, dass dieser Teil als erstes unter den Tisch fällt. Also vielleicht lieber gleich nur alle zwei Wochen bloggen. Und wenn es doch mehr wird, freuen wir uns einfach 🙂

Meine Planung für die nächsten drei Monate

Sprint-Planning: Den Fokus im Blick behalten

Okay, der Zeitplan steht, aber wie behalte ich ihn für die nächsten Wochen und Monate im Blick? Was kann ich tun, damit ich nicht wieder vom Weg abkomme? Ein Workflow muss her! Wie gut, dass ich in meiner dreizehnjährigen Tätigkeit als Softwareentwicklerin gelernt habe, agil zu planen. Also schnell ein Konto in Jira eingerichtet, ein Projekt angelegt und alle Aufgaben und TODOs, die sich aus dem Zeitplan ergeben haben, in 1-Wochen-Sprints eintragen.

Ab sofort wird Dienstag zu meinem Sprint-Planning-Tag:

  • Welche Aufgaben habe ich in der letzten Woche geschafft?
  • Welche Aufgaben sind übrig geblieben und müssen in die nächste Woche bzw. in den nächsten Sprint wandern?
  • Welche Aufgaben sind überflüssig geworden und können ganz gelöscht werden?
  • Welche Aufgaben müssen unbedingt in der nächsten Woche erledigt werden?

Alle zwei und vier Wochen gehe ich zusätzlich in die Tiefe und werte meine Blog- und Social-Media-Statistiken aus. So bekomme ich in einer Art Retrospektive ein Gefühl, was funktioniert hat und was nicht. An welchen Stellen muss ich gegensteuern, nachbessern, um meine Ziele zu erreichen.

Endlich wieder ein Plan! Endlich wieder Fokus! Die nächsten drei Monate können kommen 🙂

Wie behaltet ihr euren Fokus? Welche Routinen, Workflows und Prozesse verwendet ihr, um eure Ziele zu erreichen? Teilt es mir gerne in den Kommentaren mit.

12 von 12: Mein 12. September 2021

Wie schnell ein Sonntag doch vorbei gehen kann …


Viel zu früh aufgewacht und aufgestanden.

Trotz oder gerade wegen der Müdigkeit zieht es mich förmlich in die Turnschuhe. Mal gucken, ob ich schneller bin als die Schnecke 😉

Der dunkle Wald morgens um halb neun hilft noch nicht, um wach zu werden.

Es lässt sich nicht mehr leugnen: Der Herbst ist da!

Die Schnecke hat es nach einer dreiviertel Stunde immerhin runter vom gefährlichen Weg geschafft.

Frühstück: Nur echt mit kernigen Dinkelflocken und drei Löffeln Kakao.

Sonntags darf sie nie fehlen 😉

Da hat sich in einer Woche Abwesenheit ganz schön viel zu Lesen angehäuft.

Verschönerung der Badgardine …

… während es endlich wieder ein Formel 1 Rennen im Fernsehen zu sehen gibt.

Noch schnell alles für die Wahl vorbereitet …

… und schon geht es ans Abendessen kochen: Einer Überbleibsel aus 13 Jahren Schwabenländle 😉

Monatsrückblick August 2021

Schon der 3. September und der August ist gefühlt eine Ewigkeit her. Wie soll man da noch einen Rückblick schreiben? Ich starte erstmal mit einem Brainstorming. Was habe ich laut Kalender, Handy-Galerie und Instagram-Feed denn so gemacht? Ein A4-Blatt ist schnell vollgeschrieben. Jetzt also nur noch in Blog-Form bringen. Vier Themen haben sich herauskristallisiert. Kann ja nicht so schwer sein, denke ich.

Nach den ersten Einleitungssätzen …

Was ein Monat. Angefangen mit dem Auskurieren einer Erkältung – ja, es gibt sie tatsächlich noch – und geendet mit der Vorfreude auf den Advent. Und zwischendrin? So einiges. Aber lest selbst.

… stockt es. Mit welchem Thema fange ich an? Selbstständigkeit? Okay.

Mein Weg Richtung Selbstständigkeit
Der Juli endete mit so vielen Zweifeln. Schaffe ich es mit meinen 100000 Ideen in die Selbstständigkeit? Bisher war ich die Hauptverdienerin, seit Mai arbeitslos und die Ideen für die Zukunft scheinbar zu klein. Ein Adventskalender – nur Saisongeschäft. Bloggen – so schnell verdient man damit kein Geld. Und sonst? Irgendwas mit Coaching? Aber will ich das wirklich, nur weil ich eine entsprechende Ausbildung habe?

Hmm. Fühlt sich irgendwie noch nicht so richtig an. Vielleicht beginne ich lieber so:

Der August startete mit dem GründerCamp. Bereits im Juni nahm ich an den ersten Workshops teil bevor im Juli die große Sommerpause kam. Durchatmen. Abschalten. Gelerntes im Unterbewusstsein verdauen. Nun wieder Fokus auf Businessplan & Co. Gar nicht so einfach, wenn der Juli mit Zweifeln endete. Aber gut, manchmal hilft ja auch der Druck von außen. Schließlich gibt es neue Impulse in den Workshops und Termine mit dem persönlichen Berater. Ich wurde also quasi gezwungen 😉 meine 100000 Ideen in Form eines Businessplans festzuhalten und zu sortieren.

Und nun? Ich hänge schon wieder, starre auf den Bildschirm, die Finger wollen einfach nichts tippen. Gut, dann eben nicht. Da hilft nur eins: Weg vom Rechner. Den Kopf im Hintergrund arbeiten lassen. Und rauf aufs Trampolin. Ein bisschen Bewegung hat noch nie geschadet. Dazu Hidden Spirit von Henry And The Waiter. Zunehmend kommt die gute Laune zurück. Wobei, ist „zurück“ hier das richtige Wort? War die gute Laune heute überhaupt schon einmal da? Egal. Wichtig ist nur, dass sie jetzt kommt.

Das Lied ist rum. Drei Minuten sind zu wenig Zeit zum Abschalten. Ich lasse die Playlist weiterlaufen. Blumen muss ich noch gießen. Die eine auf dem Fensterbrett sieht schon ganz schön vernachlässigt aus. Gefrühstückt habe ich auch noch nicht. Also schnell die letzte Nektarine mit Heidelbeeren, Orange und Dinkelflocken gemixt.

Die Playlist ist mittlerweile bei Nico Santos‘ Cover Et Voilà von Michael Patrick Kelly angelangt. Den nehme ich noch mit und dann geht’s los mit meinem Rückblick auf den August. Heute nicht direkt am Rechner, sondern oldschool auf Papier. Freewriting in der reinsten Form, wie ich es bei Anke Ernst Anfang des Jahres gelernt habe.

Aber was war denn nun los?

Abenteuer Blog

Bereits 2015 kaufte ich mir das Buch Bloggst du schon?!. Jetzt, sieben Jahre später, ist es endlich soweit. Zusammen mit Judith Peters alias sympatexter und ihrer The Blog Bang-Gruppe starte ich in mein Blog-Abenteuer. Und ich muss sagen, es hilft mir ungemein, meine Gedanken zu sortieren. Endlich habe ich mit meinem eigenen Blog einen Ort, an dem ich meine 100000 Ideen mit anderen teilen kann.

Die ersten Rückmeldungen aus der Gruppe waren so positiv. Da ich mich vorher wenig nach außen gezeigt habe, überwältigt mich das doch ein wenig und gibt mir gleichzeitig so viel Rückenwind und Motivation dranzubleiben. So sind im August folgende Artikel erschienen:

Und einen Tag vor dem 1. August 😉

Brunos Abenteuer

Wenn man sich darauf konzentriert, was einem wirklich Spaß macht, läuft es plötzlich. Wie schon die letzten drei Jahre soll es auch dieses Jahr eine Geschichte rund um Bruno Bär in der Adventszeit geben. Doch nicht mehr online, sondern zum Anfassen. Eine kleine Truhe, aus der ich jeden Tag ein Röllchen mit Brunos Erlebnissen des Tages ziehe und am Ende alle Blätter zu einem kleinen Buch zusammenbinde. Die Idee existiert schon länger, doch jetzt wird sie endlich greifbar.

Ein Verlag ist aufmerksam geworden! Aufregung! Was passiert nun? Was muss ich erledigen? Neue Geschichte schreiben? Oder nur eine alte überarbeiten? Die Illustrationen müssen definitiv wie letztes Jahr zusammen mit Janina Porsch entstehen.

Plötzlich hat sich die TODO-Liste um gefühlt hundert Punkte verlängert. Aber das ist gut so. Denn nur so komme ich ins Handeln. Wie genau es mit Brunos Abenteuern weitergeht erfahrt ihr noch im September in einem eigenen Blogartikel 🙂

Bruno Bär

Das leidige Thema Selbstständigkeit

Was mich am meisten hieran stresst? Ich schreibe einen Businessplan nicht nur für mich, sondern auch für das Arbeitsamt. Wenn ich dieses von meiner Idee überzeuge, erhalte ich einen Gründerzuschuss und kann aus finanzieller Sicht entspannter starten. Doch wenn man sich wie ich Anfang August selbst noch gar nicht sicher ist, was man alles anbieten möchte, ist das gar nicht so einfach. Aber wie in den ersten Entwürfen zu diesem Artikel schon geschrieben, habe ich mit dem GründerCamp Unterstützung an meiner Seite. Und so geht es doch Monat für Monat einen Schritt weiter. Im August entstanden Version 3 des Businessplans und Version 1 des Finanzplans. Erstes Feedback ist auch schon da, so dass der September ganz bestimmt nicht langweilig wird 😉

Der liebe Alltag drum herum

Natürlich gab es da noch gaaanz viel mehr im August:

  • Zwei 80. Geburtstage haben wir in der Familie gefeiert,
  • ich schoss meine ersten Selfies während eines Waldspaziergangs,
  • die Dachterrasse hat neue Pflanzen dazubekommen,
  • ich habe Brot gebacken und eine Schoko-Haselnuss-Crème hergestellt,
  • mein Mann und ich nahmen an einer Audi 80 Cabrio Ausfahrt von Lübeck nach Hohwacht teil,
  • selbst gepflückte Bohnen von der Dachterrasse direkt auf den Teller,
  • ich habe meine erste Impfung bekommen,
  • Pflaumensuppe gekocht und
  • mein Auto kaputt gefahren.
  • Ich meldete mich bei der diesjährigen Online-Buchmesse an.

Mal sehen, was der September für mich bereithält 🙂