Kribbeln und Zeichen – Ein Pantun

Ein Schreibsonntag in der Lübecker Bucht. Sechs bunt zusammengewürfelte Frauen angeleitet durch Wortwerkerin Hannah Rau. Dazu ein Sprungbrettsatz. „Manchmal müsste man …“ Tja, was müsste man denn? Muss man überhaupt irgendetwas? Vielleicht länger schlafen oder früher ins Bett gehen oder dem Kribbeln im Bauch folgen. So einiges viel mir ein, führte mich von einem zum nächsten Gedanken.

Am Ende wurden diese Gedanken verdichtet. Doch dieses Mal wurden dem Text nicht nur 5 Wörter und/oder Halbsätze entnommen, sondern acht. Und sie wurden nicht nach eigenem Belieben zusammengefügt, sondern nach einem bestimmten Muster, dem Pantun. Vier Strophen á vier Zeilen. Jeder der acht ausgewählten Halbsätze kommt zweimal vor. Eine kleine Puzzleaufgabe. Mit welchem beginne ich? Passt er auch an der zweiten vorgegebenen Position? Ein bisschen wie Sudoku. Doch es fügt sich erstaunlich gut. Lest selbst 😉

Kribbeln und Zeichen

Egal, wie spät es wird
Wenn alles andere zu viel wird
Früher ins Bett
Für mich ganz allein

Wenn alles andere zu viel wird
Kribbeln im Bauch
Für mich ganz allein
Für den Moment

Kribbeln im Bauch
Sie treiben sich überall herum
Für den Moment
Ein Zeichen? Es fühlt sich so an.

Sie treiben sich überall herum
Früher ins Bett
Ein Zeichen? Es fühlt sich so an.
Egal, wie spät es wird.

Maria „miekchen“ Lohmann

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